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Die kleine Melina und der Kampf gegen den Krebs

Hallo, ich bin Melina!

Ich bin mittlerweile sechs Jahre alt und lebe mit meiner Mama Denise, meinem Papa Benjamin und meinen beiden Geschwistern – Ian (14) und Zoé (11) – zusammen in Essen. Und das hier ist meine Geschichte …

Bei meiner Geburt habe ich schon alle ordentlich auf Trab gehalten und kam nach einer Kindswendung mit einem Notkaiserschnitt zur Welt. Schon in den ersten drei Minuten musste ich um mein Leben kämpfen, da sich die Nabelschnur mehrfach um meinen Hals gewickelt hatte. Zum Glück haben die Ärzte:innen aber alles richtig gemacht, und ich hatte vier erste unbeschwerte Jahre.

Ein kleines Mädchen sitzt in einem Bett mit vielen Schläuchen um sie herum. Sie hat keine Haare.

Doch dann, kurz nach meinem vierten Geburtstag, ging es mir plötzlich immer schlechter. Es kam raus, dass ich leider schwer an Krebs erkrankt bin – mit Metastasen im ganzen Körper. Ich konnte weder stehen, laufen, sitzen noch liegen, ohne starke Schmerzen zu haben. Leider brauchte ich deswegen auch längere Zeit einen Rollstuhl.

Mein Krebs nennt sich Neuroblastom, ich habe davon die höchste Stufe, Stadium 4. Seit der Diagnose 2020 kämpfte ich um mein Leben und zeigte dem Krebs, dass er bei mir kein Zuhause gefunden hat. Ich habe ihm ordentlich in den Popo getreten, denn ich möchte LEBEN und die Welt entdecken, Spaß haben, toben, lieben, lachen, lernen und spielen. Ich habe einfach noch so viel vor!

Seit Ende Januar 2022 habe ich meine Therapien zum Glück erfolgreich abschließen können, doch bis dahin war es für mich und meine Familie ein sehr, sehr schwieriger Weg. Mein Papa hat seine Arbeit aufgegeben, um sich voll und ganz um uns zu kümmern. Ich musste wegen der Therapien und meines Broviac-Katheters auf vieles verzichten, durfte nicht in den Kindergarten, nicht auf den Spielplatz, nicht draußen mit meinen Geschwistern toben, keinen Kontakt zu Gleichaltrigen haben, nicht in den Zoo und vieles mehr. Auch meine älteren Geschwister durften sich mit keinen Freunden:innen treffen, mussten immer Maske tragen und sich ständig die Hände desinfizieren, um das Infektionsrisiko auf ein Minimum zu reduzieren.

Ein kleines Mädchen sitzt in einem Krankenhausbett, auf dem Kopf ein Plüschdinosaurier.

Für uns alle war diese Zeit mit den OPs, Chemos, dem KMT-Aufenthalt mit Hochdosis-Chemo und Stammzelltransplantation, mehreren Bestrahlungen, Immuntherapie usw. mehr als kräftezehrend, sodass wir heute umso glücklicher sind, weiterhin zusammen sein zu dürfen. Wir hoffen nun auf eine sorgenfreie Zukunft, um die Welt zu entdecken und einfach Spaß zu haben.

Momentan muss ich alle sechs Wochen zum MRT und Ultraschall und zur Blutkontrolle. Bis jetzt gibt es aber zum Glück keinerlei Anzeichen für einen Rückfall.

Ich könnte hier noch sooooo viel über meine Krankheit, die ganzen Krankenhausaufenthalte uvm. erzählen, aber dann hätten wir fast ein Buch zusammen.

Hier findet ihr noch mehr über mich und meine Geschichte:
https://www.betterplace.me/melina-hat-krebs
https://www.waz.de/staedte/essen/melina-kaempft-gegen-den-krebs-essener-familie-sucht-hilfe-id233580511.html

Oder folgt mir doch auf Instagram: @Melina_will_leben

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