Schleswig-Holstein VERNETZT sich

Einzigartiges Exoprothetik-Netzwerk sorgt für optimierte Versorgung

Neues, bundesweit einzigartiges Exoprothetik-Netzwerk sorgt für optimierte, ganzheitliche Versorgung von Menschen mit Amputationen über den gesamten Behandlungsweg.

Nach einer Amputation stellen sich den Betroffenen beim Verlassen des Krankenhauses oftmals viele Fragen: Wie geht nun mein Leben weiter? Wo kann ich mich mit anderen Betroffenen austauschen? Welches Sanitätshaus ist geeignet für mich?  Wie lerne ich, mit der neuen Prothese besser zu laufen? Wo bekomme ich Hilfe, wenn ich mit der Prothese im Haushalt oder Job nicht zurechtkomme?

Diese Informationen musste man sich in Norddeutschland bis jetzt noch mühevoll zusammensuchen. Das soll sich nun ändern: Damit Menschen, die sich einer Amputation unterziehen müssen, künftig über den gesamten Behandlungsweg zuverlässig die bestmögliche Versorgung erhalten, haben sich 26 Unternehmen und Institutionen aus Kiel und Schleswig-Holstein im Exoprothesennetz.SH zusammengeschlossen. Die gesamte Prozesskette an Leistungserbringern mit ihren breit gefächerten Kompetenzen ist in dem neuen Netzwerk vertreten: Orthopädietechnik, Softwareentwicklung, additive Fertigung (3D-Druck), Gesundheitsmanagement und spezialisierte Rehabilitation ebenso wie Fachkliniken, Forschungseinrichtungen, Pflegeeinrichtungen und Interessensvertretungen.

Die Idee für das Netzwerk entstand bereits vor mehreren Jahren im Austausch zwischen Unternehmen aus der Branche, Kliniken und Nachsorgeeinrichtungen. Von Beginn an dabei war Klaus Wiese, Geschäftsführer des Orthopädietechnikunternehmens OT-Kiel: „Wir erleben es regelmäßig, dass Amputationspatientinnen und -patienten zu Beginn dieses neuen, physisch herausfordernden und psychisch häufig sehr belastenden Lebensabschnitts immer wieder Gefahr laufen, sich aufzugeben. Und das, obwohl  Lösungsmöglichkeiten bestehen und wir hier in der Region alle Leistungsträger für eine bestmögliche Versorgung haben. Dies hat mich auch persönlich immer wieder angetrieben, die Idee voranzubringen und nun mit der professionellen Unterstützung durch Dr. Andreas Borchardt und Stephan Büchler von der KiWi Kieler Wirtschaftsförderung das Exoprothesennetz.SH zu formieren.“

Stephan Büchler ist der Manager des Netzwerks und kennt sich mit diesem Thema als gelernter Orthopädietechniker, Prothesenträger und Leistungssportler sehr gut aus. Ihm ist es ein großes Anliegen, dass sich neu amputierte Menschen durch das Netzwerk fortan vor allem auf das Gesundwerden konzentrieren können. Der unkomplizierte Zugang zu einem Angebot, das umfassende Informationen und Unterstützung in allen Bereichen der Prothetik bietet, sorgt so für eine bessere Qualität der Versorgung und damit für eine deutlich höhere Lebensqualität der Betroffenen.

 

Mehr Informationen:
Stephan Büchler,
E-Mail-Adresse: sbuechler@kiwi-kiel.de
oder per Telefon: 0175 / 8902824.