StartGesundheitVitamin D: Positive Wirkung auf Körper und Geist bei Multiple Sklerose

Vitamin D: Positive Wirkung auf Körper und Geist bei Multiple Sklerose

Untersuchungen haben gezeigt, dass Multiple Sklerose (MS) in nördlichen Breiten häufiger auftritt, wo die Sonneneinstrahlung geringer ist. Zudem zeigte sich, dass eine zu geringe Vitamin-D-Versorgung das Auftreten von Multiple Sklerose und auch MS-Schübe begünstigen kann. Auch andere Autoimmunerkrankungen wie rheumatoide Arthritis, Lupus und chronisch entzündliche Darmerkrankungen werden mit einem niedrigen Vitamin-D-Spiegel in Verbindung gebracht.

Vitamin D wird als das Sonnenvitamin bezeichnet

Es wird mithilfe von UV-B-Strahlung synthetisiert und ist damit eines der wenigen Vitamine, das unser Körper selbst herstellen kann. Allerdings ist hierfür eine ausreichende UV-B-Strahlung notwendig. Um die Vitamin-D-Produktion (Cholecalciferol) so richtig anzukurbeln, ist die beste Zeit, um ein kurzes Sonnenbad zu nehmen, zwischen 10 und 14 Uhr.

Die Haut eines jungen Erwachsenen kann von März bis Oktober innerhalb von 15 bis 30 Minuten unter optimalen Bedingungen und so viel freier Haut wie möglich ca. 10.000 bis 20.000 IE produzieren. Wichtig zu ergänzen ist, dass ein Sonnenschutz ab LSF 15 die Produktion des Sonnenvitamins nicht zulässt. Auch längere Zeit in der Sonne bringt nicht unbedingt mehr Erfolg, denn hierdurch steigt das Hautkrebsrisiko. Ab November steht die Sonne zu tief, um die UV-B-Strahlen über die Haut in Vitamin D umzuwandeln.

Bei Vitamin D handelt es sich zwar um ein Vitamin, jedoch verhält es sich wie ein Prohormon, indem es viele Steuerungsprozesse im Körper übernimmt. Die Hauptaufgabe des Vitamin D besteht in der Aufnahme und Steuerung von Kalzium und Phosphat, wodurch die Härtung der Knochen unterstützt wird. Außerdem wirkt sich Vitamin D positiv auf das Immunsystem, den Zyklus der Frau und die Hormonsynthese beim Mann aus. Das Sonnenvitamin beeinflusst zudem das Herz-Kreislauf-System, die Muskelfunktion und das Wachstum von Hautzellen. In neuen Studien wurde bestätigt, dass Vitamin D auch die Ausschüttung von Insulin beeinflusst und damit Diabetes Typ-2 vorbeugen kann. Darüber hinaus haben Studien gezeigt, dass depressiven Verstimmungen durch Vitamin D entgegengewirkt werden kann. Es hat also auch auf die Psyche sehr positive Auswirkungen.

Bei Autoimmun- und chronisch entzündlichen Erkrankungen wird ein Vitamin-D-Spiegel von 60 bis 90 ng/ml empfohlen

Über eine Supplementierung mit einem Vitamin-D3-Präparat kann der Spiegel angehoben und ein Mangel ausgeglichen werden. Da Vitamin D ein fettlösliches Vitamin ist, sollte es immer mit einem hochwertigen Öl eingenommen werden. Die richtige Dosis können Sie in Absprache mit Ihrem Arzt und mithilfe einer Blutuntersuchung finden. Meist ist die empfohlene Dosierung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung von 800 IE nicht ausreichend. Studien haben gezeigt, dass eine Einnahme von bis zu 4.000 IE täglich ohne Probleme möglich ist. Jedoch sollte der Spiegel alle drei Monate kontrolliert werden.

Empfehlenswert ist zudem eine tägliche Einnahme von Vitamin-D3-Präparaten, da die Halbwertszeit nur 12 bis 24 Stunden beträgt. Nach dieser Zeit wird das Vitamin D über die Leber in das Prohormon 25(OH)D umgewandelt, dieses wird nur noch zu einem kleinen Teil für die Hauptaufgaben benötigt, der Großteil stammt aus dem Cholecalciferol.

Eine ausreichende Vitamin-D-Versorgung schützt die Knochen vor Osteoporose und hält die T-Zellen in Schach, was deren Aktivierung vorbeugt sowie Entzündungen und Zerstörung von Geweben entgegenwirkt.

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