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Es grünt so grün

Wie wir vom Konsumenten zum Prosumenten werden

Viele Menschen wünschen sich verstärkt, sich ein Stück weit selbst zu versorgen, ihre eigenen Lebensmittel selbst anzupflanzen und großzuziehen – auch etwas zu produzieren, statt nur zu konsumieren.

Stellen Sie sich bitte Folgendes vor: Sie kommen nach Hause und es duftet nach frischem Basilikum, Thymian und Oregano, und Ihr Essen kochen Sie mit frisch geerntetem Gemüse, das Sie selbst erzeugt anstatt gekauft haben. Was bisher nur mit „Landleben“ und „Bauernhöfen“ assoziiert wurde, findet in den letzten Jahren mehr und mehr Ausdruck in den Städten dieser Welt.

Produzent und Konsument werden

Eine Terrasse mit Tisch und Stühlen, an der Hauswand stehen übereinander mehrere bepflanzte Blumenkästen.

Der US-amerikanische Futurologe Alvin Toffler führte hierzu den Begriff des Prosumenten ein, der Personen charakterisiert, die gleichzeitig sowohl Produzent (Hersteller) als auch Konsument (Verbraucher) des von ihnen verwendeten Erzeugnisses sind. Prosument zu sein, wird immer beliebter, was sich am wachsenden Trend des urbanen Gärtnerns zeigt, wo graue Betonwüsten in grüne Oasen verwandelt werden. Sei es in Gemeinschaftsgärten, wie zum Beispiel auf dem Tempelhofer Flugfeld in Berlin, in Vorgärten, in Innenhöfen oder auf Balkonen – überall grünt es.

Gärtnern in der Wohnung möglich

Doch auch wenn Sie keinen Garten oder Balkon Ihr Eigen nennen können, haben Sie einige Möglichkeiten, Ihr eigenes Gemüse, Obst sowie Ihre eigenen Kräuter zu pflanzen – in Ihrem Zuhause, ganz ohne grünen Daumen. „Indoor-Gärtnern“ heißt dieses Konzept und zugleich nachhaltige Hobby für Körper, Geist und Seele, das für das Gärtnern in den eigenen vier Wänden steht. Dabei spielt die Fläche, die man zur Verfügung hat, keine Rolle. Auch auf kleinster Fläche können Sie sich Ihr eigenes Schlemmerparadies erschaffen. Bohnen, Erbsen, Radieschen, Zwiebeln, Knoblauch, Feldsalat sowie Kräuter aller Art können problemlos in einem Blumenkasten am Fenster oder in einem Hochbeet an der Wand gezogen werden. Aber auch Gurken, Zucchini und Tomaten können Sie in großen Töpfen anbauen. Das Wichtigste dabei sind ein sonniges Plätzchen, richtiges Düngen und Bewässern sowie Freude am Gärtnern.

Bio-Dünger und richtiger Platz

Eine Hand hält Erde

Als natürlicher Dünger eignen sich beispielsweise Kaffeesatz oder eine Wurmbox, mit der Sie auf engstem Raum Ihre organischen Abfälle zu gesundem Humus verwandeln können. Und auch an weniger sonnigen Tagen und in weniger hellen Ecken der Wohnung können Sie mithilfe von Pflanzenlampen Ihre Pflanzen mit fehlendem Tageslicht versorgen. Darüber hinaus gibt es spezielle Pflanzsysteme, die die Pflanzen mit Wasser, Licht und Nährstoffen versorgen. Die meisten dieser Systeme basieren auf sogenannter Hydroponik, was bedeutet, dass die Pflanzen nicht in der Erde wachsen, sondern in Wasser wurzeln. Es gibt noch weitaus mehr Gestaltungsideen, mit denen Sie Ihr Zuhause in einen kleinen Garten verwandeln können, wo es grünt, eigens gepflanztes Obst und Gemüse blüht und Sie vor dem hektischen Alltag Ruhe finden können. Stellen Sie sich vor: Sie kommen nach Hause und es duftet nach …

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