Magazin Barrierefrei 3.0

Ein Magazin – Ein Projekt – 27 Studierende

 

Auftrag „Digitalisierung Magazin Barrierefrei“

Wie findet man als Studiengruppe im fünften Semester des Wirtschaftsinformatik-Studiums ein interessantes Thema für ein Softwareprojekt, das über die nächsten zwei Semester bearbeitet wird? Und das durch den gesamten Studiengang?

Entgegen der ersten Annahme fiel die Themenwahl dem Jahrgang 2015 an der Berufsakademie der Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein sehr leicht. Durch Zufall hatte der Kommilitone Markus Gatz Kontakt zur Chefredakteurin eines Magazins für Menschen mit Handicap geknüpft. Zusammen mit Lydia Saß entstand so die Idee: Warum sollte ein Studienprojekt eigentlich zwingend nur fiktive Themen behandeln? Praxisnäher als durch ein Projekt mit einem realen Kunden geht es schließlich nicht!

Die Grundlage der Online-Präsenz des Magazins war zwar gelegt (Webseite, Präsenz in den sozialen Netzwerken), jedoch war der Fokus der Redaktion stets mehr auf den Inhalt und die Qualität jeder Ausgabe gerichtet, als auf die professionelle Digitalisierung der Fachpublikation Barrierefrei. Nach einem Umfassenden Gespräch mit allen Studenten sowie den Professoren, war es beschlossene Sache: Der Auftrag „Digitalisierung Magazin Barrierefrei“ stand als Projekt fest. Lydia Saß schenkte den Studierenden ihr Vertrauen und gab ihnen die Möglichkeit, die in den ersten zwei Studienjahren erarbeiteten Kenntnisse für ein echtes Projekt mit sozialem Charakter einzusetzen. Ziel des Projekts war es, die Website des Magazins zu modernisieren sowie die Kommunikationsmaßnahmen über verschiedene (Online-)Kanäle auszuweiten und zu optimieren. Zudem sollten neue Wege der Finanzierung geschaffen werden, in dem z.B. höhere Besucherzahlen generiert und Werbeanzeigen geschaltet werden.

 

Die Beteiligten

 

Die Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein

Bildung für das ganze Land – dafür steht die Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein. Seit 1967 leistet sie mit ihren zahlreichen Einrichtungen einen großen Beitrag zur praxisnahen Aus- und Weiterbildung sowohl von Unternehmern, Arbeitnehmern, Jugendlichen und Arbeitssuchenden. Dazu gehören u.a. auch das Kieler Wirtschaftsgymnasium, die Fachhochschule für Betriebswirtschaft und die Berufsakademie. Diese wandelt sich seit Beginn des Jahres zur neuen Dualen Hochschule Schleswig-Holstein (DHSH). Praxisverbundene Forschung, Entwicklung berufsbegleitender Masterstudiengänge sowie die Verleihung eines nun akademischen Abschlusses sind nur einige der neuen Möglichkeiten für die DHSH an den Studienstandorten Kiel, Lübeck und Flensburg. Mit der Wandlung werden die dualen Studiengänge nicht nur zukunftsgerecht aufgestellt, sondern können so einen noch nachhaltigeren Beitrag zur Nachwuchskräfteentwicklung leisten. Mehr Informationen gibt es unter www.dhsh.de.

 

Jahrgang 2015 Wirtschaftsinformatik

 

Namen von Links nach Rechts und Oben nach Unten:

Björn Hoppe-Kossak, Lorenz Kock, Kristof Alex, Felix Josek, Stefan Ruffledt, Christoph Rosenau
Jorma Borg, Henning Wittek, Felix Knebel, Dennis Rathke
Anna John, Fatih Akcay, Konstantin Szeliga, Alexander Suborka
Prof. Dr. Malte Pries, Claus Greve, Prof. Dr. Michael Sachtler, Toby Möller, Tobias Raabe
Marc Haberl, Timo Wöhst, Robin Knust, Andreas Möller
Es fehlen: Sascha Stender, Erik Hofer, Hannah Richter, Tim Harwardt, Janek Stüven, Markus Gatz

 

Auftraggeber Magazin Barrierefrei

Barrierefrei ist das erfolgreichste (Print-)Lifestyle Magazin für Menschen mit Behinderung in Deutschland. Seit mehr als 7 Jahren erstellt die Redaktion mit Leidenschaft und Kompetenz für seine Leser 4 x jährlich eine über 100 Seiten starke Ausgabe. Aufgegriffen werden u.a. die Themenbereiche Mobilität, barrierefreien Tourismus, Sport, barrierefreies Wohnen und Bauen sowie Gesundheit.

 

Das Projekt

 

Ablauf und Planung:

Im September 2017 startete das Projekt. Zunächst wurde eine Projektleitung bestimmt und dann die Teams sowie die einzelnen Teilbereiche des Projektes festgelegt. Daraus ergab sich folgendes:

  • Systemadministration: Schaffung aller Voraussetzungen für die Projektarbeit (Systeme für Aufgabenorganisation und Wissensmanagement) und technische Grundlagen der Website www.barrierefrei-magazin.de (Hosting, Basis Content Management System etc.)
  • E-Business: Entwicklung von Konzepten, um mit der Website Einnahmen zu generieren (Partnerprogramme für Bannerwerbung, Content-Paywall u.ä.), damit zusammenhängend Organisation der Zahlungsabwicklung
  • Web-Analyse: Implementierung einer Webanalyse-Lösung und Konfiguration der Oberfläche für die Datenanalyse sowie Wissenstransfer für den Kunden, Konzeptionierung von Maßnahmen der Suchmaschinenoptimierung
  • Web-Konzeption: Entwicklung von Konzepten für die Darstellung von Inhalten auf der Website, vor allem bzgl. der Aufnahme neuer Inhalte, die der Arbeit durch die anderen Teams entstammten
  • Design/CI/Doku: Überprüfung und Anpassung der Gestaltung der Website (Orientierung am Magazin), darauf basierend Entwicklung eines Styleguides, Erarbeitung von Inhalten für die Corporate Identity (Unternehmensleitbild, Bildwelten u.ä.), außerdem Organisation der Dokumentation aller Projektinhalte als Leitfaden für den Kunden
  • Entwicklung: Überarbeitung der Website (Beseitigung von Darstellungsfehlern, Aufnahme der konzeptionierten Inhalte anderer Teams), Entwicklung eines Plugins für das Content Management System zur Abbildung der Funktion eines E-Readers (nutzerfreundliches Lesen des Magazins auf der Website)
  • Marketing: Entwicklung und Durchführung von Marketing- und Advertising-Kampagnen für das Magazin (thematisch bedingt starker Fokus auf Social Media-Kanäle)

Hier ein paar Impressionen der Arbeit:

 

 

 

Das folgende Schaubild zeigt, wie sich die Hierarchie im Projekt gestaltet und welche Teamleiter und Teammitglieder den einzelnen Themen zugeordnet wurden.

 

 

In den zwei Semestern, die jeweils mit einer Abschlusspräsentation vor der Auftraggeberin und den betreuenden Dozenten endeten, wurden zahlreiche Meilensteine erreich, Ideen entwickelt und alle Details für die weitere Umsetzung dokumentiert.
Sowohl Lydia Saß als auch die Dozenten waren sehr zufrieden mit die Zusammenarbeit der Teams und die Ergebnisse.