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Komfort & Barrierefreiheit im Bad

Ob man neu baut, umbaut oder renoviert: Barrierefrei hat viele Vorteile – nicht nur für Senioren oder Menschen mit Behinderung. Deshalb geht der eindeutige Trend zum Bad ohne Barrieren. Es ist für alle nutzbar, egal in welcher Lebensphase. Somit ist ein barrierefreies Bad praktischerweise auch immer ein Generationenbad. Wie heißt es so schön? Ein barrierefrei zugängliches Umfeld ist grundsätzlich für alle komfortabel, für ca. 30 bis 40 Prozent der Bevölkerung ist es notwendig und für ca. 10 Prozent zwingend erforderlich.

Um einen Mindeststandard auf diesem Gebiet zu gewährleisten, sollte das Bad laut Norm-Bauvorschrift nach DIN 18040-2 gestaltet werden. Rollstuhlgerechte Bäder erfordern vor allem mehr Platz zum Rangieren. Das Waschbecken sollte unterfahrbar sein. Waschbecken und Toilette können höhenverstellbar eingebaut werden, sodass eine bedarfsgerechte Nutzung mit dem Rollstuhl möglich ist.

Duschtrennwände gibt es je nach Erfordernis als Faltklappwände oder mit ein-/zweiseitig festeingebauter Glaswand und integrierter Schiebe- oder Pendeltüren. Zudem bieten sich in der Dusche horizontal entlanglaufende Haltegriffe an, die gleichzeitig die Duschkopfhalterung darstellen und mit Thermostat oder Einhandhebelmischer lieferbar sind. Im Trend liegen zurzeit Regenduschen mit Wasserstrahl von oben, die mit einem weiteren beliebig bewegbaren Duschkopf kombiniert sind. Möglich sind auch Duschwannen mit Tür (durch Magnetkraft abgedichtet), die einen wesentlich erleichterten Zugang bieten und trotzdem das „Wannenerlebnis“ ermöglichen.

Der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) zeichnet alle zwei Jahre Produkte rund um das Bad mit seinem „Product Award“ aus. Nationale wie internationale Sanitärhersteller können sich mit innovativen Produkten beim Design-Wettbewerb „Badkomfort für Generationen“ bewerben. Der Trend geht zu schlichter Eleganz in den Farben Schwarz und Weiß, die Formen sind zeitlos gehalten. Mit eigenen Accessoires können persönliche Akzente gesetzt werden.

Glatte Flächen, flache Aufsatzwaschbecken oder solche mit Griffaussparungen, adaptive Haltegriffe, Spiegel, die bis zum Waschbecken reichen, damit man sich auch im Sitzen gut sehen kann sowie Bedienelemente, die per Knopfdruck funktionieren, wenn das Drehen schwierig wird, machen den Aufenthalt im Bad angenehmer und einfacher.

Für die Finanzierung gibt es verschiedene Förderungsmöglichkeiten. Bei der KfW (KfW-Programm 455-B) kann ein Antrag auf einen zinsgünstigen Kredit oder auf einen einmaligen Zuschuss gestellt werden. Bei einem anerkannten Pflegegrad gibt die Pflegekasse gegebenenfalls einen Zuschuss. Die Krankenkasse fördert mitunter einzelne Elemente wie Haltegriffe, Badewannenlift oder Duschstühle. Darüber hinaus kann man auch bei bestimmten Stiftungen anfragen und den Umbau von der Einkommensteuer absetzen.

 

Weitere Informationen finden Sie unter anderem auch hier:
www.gutesbad.de
www.nullbarriere.de/wissenswert
www.wohnen-im-alter.de
„Handbuch Barrierefreies Bauen“ mit Leitfaden zur DIN 18040 Teil 1 bis 3
www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestandsimmobilie

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