StartAmputation & ProthetikEin Flugzeugabsturz. Ein unbändiger Überlebenswille. Ein neuer Weg.

Ein Flugzeugabsturz. Ein unbändiger Überlebenswille. Ein neuer Weg.

Wie moderne Fingerprothesen Thomas halfen, das Unmögliche wieder möglich zu machen

Manchmal verändert ein einziger Moment das ganze Leben. Für Thomas war dieser Moment ein Flug im Jahr 2019. Was als gewöhnlicher Arbeitstag begann, endete in einer Katastrophe, die ihn beinahe das Leben kostete. Heute erzählt seine Geschichte nicht nur von schwersten Verletzungen und einem langen Heilungsprozess, sondern auch davon, wie ihm die richtigen Fingerprothesen neue Möglichkeiten eröffneten – und warum er seine zweite Chance nutzt, um anderen Menschen Mut zu machen.

Pilot als Traumjob

Thomas wurde auf einer kleinen Insel Hawaiis geboren und studierte dort, bevor es ihn nach Los Angeles zog. Schon früh begeisterte er sich für die Luftfahrt. 2017 erfüllte er sich seinen großen Traum und wurde Pilot. Kurz darauf erhielt er eine Festanstellung – ein Meilenstein, der ihn überglücklich machte.

Doch nur zwei Jahre später nahm sein Leben eine dramatische Wendung: Während eines Fluges stürzte sein Flugzeug ab und ging in Flammen auf. Thomas überlebte das Unglück nur knapp. Mehr als 70 Prozent seiner Haut waren verbrannt, zahlreiche Knochen waren gebrochen. Mehrere Finger mussten amputiert werden. Zudem verlor er infolge der schweren Verbrennungen seine Augenlider und Ohren. Zeitweise war er gelähmt, konnte sich weder bewegen noch selbstständig atmen.

Familie und Freunde gaben ihm die Kraft, weiterzukämpfen

Neben seinem außergewöhnlichen Lebenswillen spielte die Unterstützung seiner Familie und seiner engsten Freunde eine entscheidende Rolle. Besonders seine Mutter wich ihm während der langen Zeit im Krankenhaus kaum von der Seite. „Meine Mutter verbrachte unendlich viele Nächte auf Klinikstühlen. Ihr war es wichtig, bei mir zu sein. Und meine damalige Freundin, die heute meine Frau ist, kämpfte für mich, wenn ich es nicht konnte – zum Beispiel gegenüber Ärztinnen und Ärzten.“ Genau diese Unterstützung verlieh ihm die Kraft, sich seinen Weg zurück ins Leben zu erkämpfen.

Craig schält mit seiner Teilhandprothese eine Mandarine.

Das Ziel: jeden Tag ein kleines Stück besser werden

Die Zeit nach dem Unfall war geprägt von zahlreichen Operationen, Therapien und Rückschlägen. Thomas setzte sich ein klares Ziel: Er wollte jeden Tag wenigstens ein Prozent Fortschritt machen. Dabei nahm er nicht das große Ziel als Motivation, sondern die vielen kleinen Schritte auf dem Weg dorthin. „Es waren diese kleinen Erfolge, die mich weiterbrachten und ermutigten! In dieser Zeit habe ich gelernt, dass Dankbarkeit der beste Weg zur Heilung ist.“ Mit der Zeit veränderte sich auch seine Sichtweise. Statt sich als Opfer seines Schicksals zu sehen, begann er, sich als Überlebender zu begreifen – als jemand, der eine zweite Chance erhalten hatte. „Und diese neue Erkenntnis zu gewinnen, ist so wichtig! Sonst kommst du nicht mehr hoch und vor allem nicht weiter. Das Opfergefühl wird dich ewig hemmen.“ Diese neue innere Haltung wurde für ihn zu einem entscheidenden Wendepunkt. Dankbarkeit wurde zu einer wichtigen Kraftquelle während seiner Rehabilitation.

Mechanische Fingerprothesen von Össur eröffneten neue Möglichkeiten

Im Laufe des Genesungsprozesses stellte sich Thomas eine entscheidende Frage: Würde er jemals wieder all die Dinge tun können, die ihm wichtig waren? Eine große Herausforderung stellten dabei seine Hände dar, an denen durch die Fingeramputationen viel fehlte. Passende Fingerprothesen mussten her.

Bei seiner Suche stieß Thomas auf mechanische Fingerprothesen von Össur – den ThumbDriver und den MCPDriver. Sie entsprachen seinen Bedürfnissen und waren robust, um seinem Alltag standzuhalten. „Und die Versorgung mit den Fingerprothesen brachte die Antwort: Ja, es geht. Alles. Vielleicht auf eine andere Art und Weise, aber es gibt nichts, was ich nicht machen könnte!“ Die Fingerprothesen eröffneten ihm neue Perspektiven. Viele alltägliche Tätigkeiten wurden wieder möglich.

Übersicht: Mechanische Fingerprothesen von Össur

  • PIPDriver®: Ideal, wenn die Amputation im mittleren oder vorderen Bereich des Fingers liegt.
  • MCPDriver®: Geeignet für Amputationen zwischen dem Fingeransatz und dem ersten Gelenk.
  • ThumbDriver®: Speziell für den Daumen entwickelt, wenn die Amputation im Bereich des Grundgelenks liegt.
  • GripLock Finger®: Eine passive, positionierbare Lösung für Amputationen am Grundgelenk, die Du manuell in die gewünschte Greifposition bringst.

Diese Prothesen sind extrem robust und für einen anspruchsvollen Lebensstil gefertigt. Sie sind wasserfest, staubresistent und halten sogar dem Kontakt mit Chemikalien stand. Ob es um das Tragen schwerer Lasten, das Spielen eines Musikinstruments oder das Tippen auf einer Tastatur geht – die Prothesen unterstützen ihre Nutzenden dabei zuverlässig. Dank einer optionalen Touch-Beschichtung lassen sich sogar Touchscreens problemlos bedienen.

Ein Podcast über das ehrliche Leben

„Ein wenig später fasste ich den Entschluss, ein Projekt umzusetzen, das ich schon einige Zeit mit mir herumtrug, bei dem ich aber nicht sicher war, ob es klappen würde: einen Podcast.“ Er gründete den Podcast „The Sick Burn Podcast“. Darin spricht er mit Menschen, deren Leben ebenfalls durch einschneidende Ereignisse grundlegend verändert wurde. In jeder Episode geht es um persönliche Schicksale, schwierige Lebensphasen und den Weg zurück in einen neuen Alltag.

Thomas’ Podcast-Gespräche verbinden ernste Themen mit Humor, Hoffnung und praktischen Impulsen. Und sie zeigen eines sehr deutlich: Krisen können zwar vieles verändern, müssen aber nicht das Ende bedeuten.

Lesetipp: Wenn Sie mehr über die Vorteile von Fingerprothesen erfahren möchten, dann empfehlen wir Ihnen unseren Beitrag: Warum Teilhandprothesen Sinn machen.

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