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Sexualität bei Querschnittlähmung

Eine Schädigung des Rückenmarks geht häufig mit einer Einschränkung der Sexualfunktionen einher. Nach Eintritt einer Querschnittlähmung müssen Sie jedoch nicht auf Sexualität verzichten. Wenn Sie experimentierfreudig sind und neue Wege erforschen, ist weiterhin vieles möglich.

Behandlungsmöglichkeiten bei Erektionsstörungen

Für Erektionsstörungen gibt es eine Reihe von Behandlungsmöglichkeiten für ein befriedigendes Sexualleben. Die passende Therapieoption sollte zwischen Ihnen und Ihrem Arzt unter Berücksichtigung Ihrer persönlichen Bedürfnisse getroffen werden. Ihr Arzt wird bei der Auswahl mögliche Nebenwirkungen und Unverträglichkeiten berücksichtigen. Zu den therapeutischen Möglichkeiten gehören zum Beispiel mechanische Hilfsmittel, Tabletten, Injektionen in den Penis (SKAT) sowie operative Verfahren.

Grafik, auf der verschiedene Hilfsmittel zu sehen sind: Penisring, Vakuum-Pumpe, PDE 5 Hemmer (Medikamentöse Therapie), Spritzen (Mediakamente mit dem Wirkstoff Alprostadil sowie ein Arzt vor einem Krankenhaus (Operative Verfahren)

Penisringe

Durch einen Penisring wird der Rückfluss des Blutes aus den Schwellkörpern eingeschränkt und damit eine Erektion ermöglicht. Penisringe sind in verschiedenen Größen erhältlich und lassen sich leicht dehnen. Penisringe sind nicht verschreibungspflichtige Medizinprodukte. Sie sollten die Anwendung aber dennoch mit Ihrem Urologen besprechen, da ein unsachgemäßer Gebrauch zu Verletzungen führen kann.

Vakuum-Erektionshilfen

Die Vakuum-Erektionshilfe ist ein mechanisches Verfahren zur Behandlung von Erektionsstörungen. Dabei stülpt sich der Mann einen Kunststoffzylinder über den Penis. Mit einer Vakuumpumpe erzeugt er einen Unterdruck und saugt dadurch Blut in die Schwellkörper. Die so erzeugte Erektion wird nach Abnehmen des Kunststoffzylinders durch einen auf die Peniswurzel aufgesetzten Gummiring aufrechterhalten. Vakuum-Erektionshilfen sind nicht verschreibungspflichtige Medizinprodukte. Sie sollten die Anwendung aber dennoch mit Ihrem Urologen besprechen, da ein unsachgemäßer Gebrauch zu Verletzungen führen kann.

Orale Medikamente/PDE-5-Hemmer

PDE-5-Hemmer (Phosphodiesterase-5-Hemmer) sind häufig eingesetzte Medikamente bei einer erektilen Dysfunktion. Sie sind verschreibungspflichtig und werden als Tablette eingenommen. Wirkstoffe von PDE-5-Hemmern sind Sildenafil, Tadalafil, Vardenafil sowie Avanafil. Diese Potenzmittel erleichtern durch eine gefäßerweiternde Wirkung die Entstehung einer Erektion. Orale Medikamente führen nicht automatisch zu einer Erektion, sondern nur durch eine sexuelle Erregung.

Medikamente mit dem Wirkstoff Alprostadil

Alprostadil (Prostaglandin E1) ist ein Gewebehormon, das die Blutgefäße stark erweitert und die Muskulatur des Schwellkörpers deutlich entspannt. Dadurch strömt vermehrt Blut in den Schwellkörper ein und eine Erektion des Penis wird hervorgerufen. Alprostadil wirkt auch, wenn die Nervenbahnen nicht intakt sind, und wenn der Mann nicht sexuell erregt ist. Alprostadil-Präparate sind eine mögliche Alternative, wenn Medikamente in Tablettenform nicht zum gewünschten Erfolg führen. Bei Alprostadil-Präparaten handelt es sich um verschreibungspflichtige Arzneimittel.

Die Schwellkörper-Autoinjektions-Therapie (SKAT) ist eine Therapieoption, bei der sich Betroffene eine Injektionslösung mit dem Wirkstoff Alprostadil direkt in den Schwellkörper des Penis injizieren. Die Wirkung setzt schnell ein. So kann der Mann auch bei spontanem Wunsch Geschlechtsverkehr haben. Die SKAT-Therapie bietet eine mögliche Alternative für Patienten, die auf andere Therapieformen nicht ausreichend ansprechen, etwa bei einer Querschnittlähmung. Im Vorfeld ist eine Aufklärung und Einweisung durch den behandelnden Arzt oder den Urologen unbedingt notwendig.

Neben der SKAT-Therapie gibt es Alprostadil-Cremes, die vor dem Geschlechtsverkehr lokal auf die Penisspitze aufgetragen werden. Alternativ bieten sich Harnröhrenzäpfchen an, welche mit Hilfe eines Applikators direkt in der Harnröhre platziert werden.

Operative Verfahren/Schwellkörperimplantate

Wenn andere Behandlungsmöglichkeiten nicht zum Ziel führen oder nicht verwendet werden dürfen, bleibt die Option einer Penisprothese, auch Schwellkörper- oder Penisimplantat genannt. Die Penisprothese wird im Rahmen einer Operation implantiert. Da bei diesem Verfahren der natürliche Aufbau des Schwellkörpers zerstört wird, sollte es erst bei Misserfolg aller anderen Verfahren in Erwägung gezogen werden.

Im Video werden die verschiedenen Behandlungsoptionen leicht verständlich erklärt:

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Sprechen Sie mit Ihrem Arzt/Urologen, um die passende Behandlung für sich zu finden.  Hier können Sie die Broschüre „Sexualität bei Querschnittlähmung“ als Vorbereitung zum Arztgespräch herunterladen.
Pfizer-Broschüre zum Thema „Sexualität bei Querschnittlähmung“. Auf dem Cover sieht man einen Mann im Rollstuhl, vor dem eine Frau hockt. Er fasst ihr liebevoll an die Wange. Auf dem Cover stehen zudem folgende Wörter: Sexualität bei Querschnittlähmung. Die Broschüre steht hier zum Download bereit.


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