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Para Trap

Eine besondere Art des Wurfscheibenschießens

In Deutschland ist Para Trap bislang wenig bekannt, obwohl durchaus die Chance besteht, dass die Disziplin demnächst zum Programm der Paralympics gehören könnte.

Was ist Para Trap?

Beim Para Trap handelt es sich um eine besondere Art des Wurfscheibenschießens, auch Trapschießen genannt, das von Sportlerinnen und Sportlern mit körperlichen Einschränkungen in drei Startklassen ausgeführt wird. Bislang gibt es in Deutschland mit Thomas Höfs allerdings nur einen Athleten, der diese Sportart professionell betreibt. Dieser stellt sich und seinen Sport vor und gibt exklusive Einblicke in eine Sportart auf dem Vormarsch.

Ein Mann zielt auf Tonscheiben in der Luft

Startklassen der Para Trap-Schütz:innen

Eine Bewegungssportart im Sitzen auszuüben, stellt an sich schon einen Widerspruch dar, denn gerade das Flintenschießen lebt von der Bewegung und der Dynamik. Für Thomas Höfs kann dieser Widerspruch jedoch leicht aufgelöst werden. Naturgemäß gibt es bei Para Trap-Schütz:innen Einschränkungen, bedingt durch die unterschiedlichen Arten der Behinderung. Deshalb werden die Athlet:innen in drei verschiedene Startklassen eingeteilt:

  • die Schütz:innen im Rollstuhl (PT1),
  • Athlet:innen mit Einschränkungen an den unteren Extremitäten (PT2) sowie
  • aufrecht schießende Sportler:innen mit Einschränkungen an den oberen Extremitäten (PT3).

Diese unterschiedliche Einteilung nach Startklassen findet zum jetzigen Zeitpunkt jedoch nur international Anwendung. National gibt es keine Unterschiede zwischen Schütz:innen mit und ohne Behinderung.

Ein Mann im Rollstuhl zielt mit einem Gewähr. Im Hintergrund ein Schießstand.

Thomas Höfs derzeit einzige Para Trap-Schütze

Allerdings scheint Thomas Höfs derzeit auch der einzige Para Trap-Schütze in Deutschland zu sein, vielleicht, weil hier bei vielen die Sorge mitspielt, es könne Probleme mit den Waffenbehörden bezüglich der körperlichen Eignung geben. Nach Thomas Höfs‘ persönlicher Erfahrung ist diese Sorge unbegründet, da es bei ihm nie Einwände in irgendeiner Art gab. Auch in der Praxis kann diese Sportart problemlos von Athlet:innen mit Behinderung ausgeübt werden.

Wettkämpfe im Ausland

Will Thomas Höfs sich und seine Leistungen mit anderen Para Trap-Schütz:innen messen, so bleibt einzig der Weg ins Ausland. Im internationalen Vergleich ist das Thema in einigen Ländern deutlich präsenter, besonders Italien spielt eine Vorreiterrolle, aber auch England und Tschechien fördern diese Sportart. Deutschland bietet im Gegensatz dazu keinerlei Unterstützung seitens des Behindertensports, was Thomas Höfs nicht nachvollziehen kann.

Im Jahr 2007 gab es in Italien die erste Meisterschaft für Schütz:innen mit Behinderungen, an der sich über 50 Teilnehmer:innen beteiligten. Seit 2008 finden regelmäßig nationale Meisterschaften statt und im Jahr 2017 wurde zudem die erste Weltmeisterschaft im Para Trap ausgetragen. Für dieses Jahr hat Thomas Höfs seine Teilnahme an der WM fest eingeplant, sofern die Pandemie eine Weltmeisterschaft zulässt.

Weitere Infos zu der Sportart Para Trap finden Sie auch auf:
www.inklusionleben.org

 

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