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StartGeneration PlusKlettern mit 50 +

Klettern mit 50 +

Fit bleiben im Alter

Mit 50 Jahren oder älter noch klettern? Ist das nicht zu gewagt? Nein. Es kommt nur auf die richtige Anleitung durch geschulte Trainer*innen und Ihre persönliche Einstellung dazu an. Klettern kann man step-by-step erlernen, durch die Klettergemeinschaft sozial aktiv sein und gleichzeitig Spaß haben. Nebenbei werden Kraft, Ausdauer und Konzentration gefordert und somit trainiert. Durch richtiges gegenseitiges Sichern und kraftschonende Technik unter Aufsicht und Anleitung des Trainers/der Trainerin entstehen ein gutes Miteinander sowie das Vertrauen in diese Sportart. Liegen Konzentrationsprobleme vor, sollte der/die Kletterpartner*in aber nicht mehr oder nur unter Aufsicht sichern.

Klettern ist gut für die Gesundheit

Eine Hand hält ein Seil an einer Felswand fest, daneben ist ein zweites Seil zu sehen. Weiter oben an der Felswand klettert ebenfalls ein Mensch.

Neben den vielseitigen körperlichen Aspekten spricht das Klettern auch die Psyche positiv an, zum Beispiel bei Depressionen. Der Sport erfordert hohe Konzentration (negative Gedanken haben hier keinen Platz) und mindestens eine zweite Person. Es geht also auch um Gemeinschaft, um neue Kontakte. Raus aus der Isolierung.

Klettern beugt unter anderem Diabetes, Bluthochdruck, Herzinfarkt, Osteoporose, Alzheimer, Adipositas bzw. Übergewicht und einem weiteren Muskelabbau vor. Das bedeutet, dass Sie beim Klettern dem Verlust Ihrer Mobilität und Selbstständigkeit entgegentreten. Trotzdem ist diese Sportart besonders schonend zu Gelenken und Wirbelsäule, da die Bewegungsabläufe in aufrechter Haltung und gestreckter Wirbelsäule durchgeführt werden und damit die Stützmuskulatur (Arme, Beine, Finger, Rumpf und Rücken) gestärkt wird.

Therapiemöglichkeit bei verschiedenen Erkrankungen

Das Klettern kann auch als Physiotherapie verordnet werden, zum Beispiel bei Haltungsschwächen, Rückenschmerzen, Koordinations- und Gleichgewichtsdefiziten, ebenso als Reha-Sport bei Parkinson, Skoliose, nach Bandscheibenvorfällen, Kreuzbandrissen sowie nach Verletzungen oder Operationen. Bei Vorliegen eines ärztlichen Gutachtens und Durchführung durch einen ausgebildeten Physiotherapeuten werden die Kosten von den Krankenkassen erstattet oder gefördert.

Angeboten werden Seniorenkletterkurse in Kletterhallen, Klettergärten und Alpinschulen, wobei es Einsteigerkurse in Gruppen von meist sechs bis acht Teilnehmern sowie Einzeltrainings gibt. Grundsätzlich unterscheidet man Bouldern und Klettern, wobei beim Bouldern nicht gesichert wird, mehr Kraft als beim Klettern benötigt wird und man häufig von der Wand abspringen muss. Somit ist die Verletzungsgefahr beim Bouldern höher.

Wenn Sie wetterunabhängig und abwechslungsreich Ihre Lebensqualität steigern und gleichzeitig mit einem Ganzkörpertraining stetig Ihre Muskeln aufbauen möchten, sind Sie beim Klettern genau richtig.

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