„Ich habe kein Problem damit, mich jederzeit und überall in kurzen Hosen oder Röcken zu zeigen. Ich hatte schon immer das Bedürfnis, diese Barriere niederzureißen, die man spürt, wenn Leute hinter Deinem Rücken über Deine Behinderung spekulieren und tuscheln. Viele Menschen werden erst dann richtig neugierig, wenn sie das Gefühl haben, dass man etwas vor ihnen zu verbergen versucht.“ Julie Rogers ist 27 Jahre alt und lebt im Großraum London. Sie trägt seit ihrer Kindheit eine Beinprothese. Früh war für die Engländerin klar: Sie versteckt sich nicht.

Amputation als die bessere Option
Julie wurde ohne rechtes Schienbein geboren. „Meine Eltern reisten durch das ganze Land und suchten zahlreiche Ärzte:innen auf, um herauszufinden, was meine Mobilität als Kind am besten gewährleisten könnte. Schließlich waren sich alle einig, dass eine Amputation mit anschließender Prothesenversorgung die beste Lösung darstellte.“
Aber was bedeutet es für ein Kind, mit so einer Entscheidung aufzuwachsen? Oft ist das Umfeld entscheidend. In Julies Fall wurden ihr nie Grenzen aufgezwungen, die nicht ihre eigenen waren. Ebenfalls wurde der Engländerin auch nie das Gefühl vermittelt, weniger zu können als andere. Das hat sie geprägt und gestärkt.
Modeln und Leistungssport als Leidenschaft
Julies Weg verlief abwechslungsreich. Sie war zunächst im Finanzwesen tätig und arbeitet heute als Model. Ihr Ziel: auch als Sport-Model tätig zu sein. Dazu kommen noch ihre sportlichen Ambitionen. Im Fokus stehen da die Paralympics 2028 in Los Angeles, bei denen sie als Sprinterin antreten möchte.

Dabei geht es ihr nicht nur um Medaillen. Es geht auch um Sichtbarkeit. Denn wer in der Öffentlichkeit steht, verändert oft ganz nebenbei den Blick anderer. Nicht durch große Gesten, sondern durch Präsenz und die gelebte Selbstverständlichkeit: Ich bin da, und ich gehöre dazu.
Paralympics sind bekanntes Terrain
Julie ist im Spitzensport keine Unbekannte. Bereits 2012 nahm sie bei den Paralympischen Spielen in London teil, damals noch beim Sitzvolleyball. 2016 startete sie in Rio als Läuferin. Auf der Leichtathletik liegt ihr Fokus jetzt immer noch.
Dass sie für viele Menschen eine Vorbildfunktion hat, nimmt die Londonerin bescheiden, aber freudig zur Kenntnis. Denn das Ganze hat einen entscheidenden Vorteil: Mediale Aufmerksamkeit zu bekommen, kann zum Gamechanger für alle Menschen mit Behinderung werden. „Schon jetzt kann man beobachten, dass sich etwas ändert in der medialen Darstellung von Menschen, die anders sind.“
Große Ziele erreichen mit dem Navii von Össur
Der treue Begleiter in Julies Leben ist das Navii. Das Prothesenknie vom isländischen Prothesenhersteller Össur markiert einen Meilenstein in der mikroprozessorgesteuerten Prothetik. Es bietet Nutzenden aller Aktivitätsstufen eine natürliche Bewegungssicherheit, die weit über herkömmliche Standards hinausgeht.

Das empfindet auch Julie so: „Nach meinem bisherigen mikroprozessorgesteuerten Prothesenknie fühlt es sich wie eine nächste technische Entwicklungsstufe an, die mich nun buchstäblich durch die Herausforderungen meines Lebens navi(i)giert. Wenn ich es trage, merke ich, wie sehr es meine natürlichen Bewegungen unterstützt – ganz zu schweigen von dem Selbstvertrauen, das mir das Navii gibt. Es scheint ab jetzt überhaupt keine Einschränkungen mehr zu geben. Ob ich nun mit aufrechter Haltung – ohne die ganze Zeit auf den Boden zu schauen – Schrägen und Treppen auf- und abgehe, renne, Rad fahre oder schwimme, ohne mir Sorgen machen zu müssen, dass Wasser in das Gelenk eindringt – mein Navii macht all das locker mit – in Echtzeit! Was könnte sich eine leidenschaftliche Sportlerin wie ich sonst noch von einem Prothesenknie wünschen?“
Weitere Infos und Erfahrungsberichte zum Navii gibt es auf der Össur-Website: www.ossur.com/de-de/prothetik/knie/navii

