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StartAmputation & ProthetikOhne Ziel kein Ankommen

Ohne Ziel kein Ankommen

Wie der Sport Elke für ihr neues Leben mit Prothese motivierte

„Ich hatte gerade meine erste Langdistanz gefinished. Diese Diagnose passte da überhaupt nicht in unseren Lebensplan – passt natürlich nie. Im Krankenhaus dachte ich mir dann: ‚Schließlich bist du ein Ironman, irgendwas wirst du daraus schon machen!‘ Damals hatte ich überhaupt gar keine Ahnung, was auf mich zukommen würde, und an Sport habe ich zu diesem Zeitpunkt gar nicht gedacht.“

Ein Tumor änderte die Pläne

Damals wurde bei Elke van Engelen ein Tumor im oberen Sprunggelenk festgestellt, weshalb einige Zeit später ihr linker Unterschenkel amputiert werden musste. Ehrgeizig war die heute 56-Jährige schon immer. Sie wollte sich auch in der neuen Situation nicht einschränken lassen (#lifewithoutlimitations) und so viel wie möglich wieder aufgreifen – ohne damals auch nur zu erahnen, wohin der Weg führen sollte. Zunächst hieß es, wieder Laufen zu lernen. Mindestens Joggen müßte aber doch auch mit einer Beinprothese funktionieren… und Radfahren? „Sicher habe ich den einen oder anderen mit meiner Einstellung auch mal etwas überfordert, besonders anfangs“, erinnert sie sich schmunzelnd. Schließlich waren die neuen Umstände für alle in ihrem Umfeld neu. Nach der Amputation wäre sie in drei Monaten wieder da – so verabschiedete sie sich von ihrem Praxisteam. Elke ist Zahnärztin, ebenfalls mit voller Leidenschaft. Die drei Monate konnte sie damals tatsächlich einhalten. Und auch in den Sport stieg die willensstarke Frau schnell wieder ein. Früher war für Elke oft der Weg das Ziel. Durch den Sport hat sie aber auch gelernt, dass eine konkrete Zielsetzung sehr wichtig ist. „Ohne ein Ziel, kann man auch nirgends ankommen!“

Eine Frau sitzt auf einem Rennfahrrad in einem Raum, sie wird ärtzlich überwacht.

Arbeit und dann Sport, Sport, Sport

Elke van engelen mit ihrem Mann und Trainer.Mit ihrem ebenso sportvernarrten Mann (und inzwischen Elkes Trainer) lebt sie nahe der niederländischen Grenze in Bad Bentheim. 12 bis 15 Stunden wird in der Woche neben der Arbeit trainiert. Manchmal ist es selbst für Elke eine Herausforderung, sich morgens vor dem Weg in die Praxis für die erste Trainingseinheit zu motivieren. Zusammen macht es viel mehr Spaß. „Das braucht eine gute Struktur, doch oft können wir unsere knappe Freizeit mit einer gemeinsamen Leidenschaft zusammen verbringen.“

IRONMAN auf Hawaii

So erreichten beide auch die erfolgreiche Teilnahme am IRONMAN World Championship auf Hawaii. Und das mit Prothese! Fragt sich, was da noch kommen kann. „Oh ja, ich habe sogar ein sehr besonderes Ziel! 2024 will ich bei den Paralympics in Paris 2024 an den Start gehen!“, berichtet die Athletin strahlend. Denn ihre Startklasse (PTS4 Women, Paratriathlon) ist nun paralympisch geworden. Die Qualifikation für die Paralympischen Sommerspiele 2021 verpasste Elke nur sehr knapp. Aber nun stehen die Chancen sehr gut, vielleicht ist sogar eine Medaille möglich.

Wichtig für den sportlichen Erfolg: der richtige Techniker

Ein weiterer wichtiger Mann an Elkes Seite, ist Ludger. Er ist seit der Interimsversorgung nach der Amputation im Uniklinikum Münster der betreuende Techniker. Durch die Zusammenarbeit mit Elke hat er sich über die Zeit ein profundes Fachwissen auf dem Gebiet der Sportprothetik angeeignet. Im gemeinsamen Austausch finden die beiden daher stets Lösungen und treiben so die Optimierung der Versorgungen regelmäßig voran. „Die Zusammenarbeit mit Ludger ist ein Geschenk! Wir schauen gemeinsam, wo Möglichkeiten und auch, wo Grenzen sind – und ob man die nicht doch verschieben kann. Ich habe da totales Vertrauen in seine Arbeit und die Auswahl der Prothesen. Alle Prothesenfüße, die ich laufe, sind von Össur – sowohl im Alltag als auch im Sport. Die passen genau zu dem, was ich brauche, einfach perfekt für mich.“

Menschen zu treffen, die ebenfalls vorankommen wollen, und mit ihnen in den Dialog zu treten, bringt Elke viel Freude. Sie sorgt oft für Inspiration und motiviert ihr Gegenüber gern, am Ball zu bleiben. „Das Bein ist ab – daran lässt sich nichts ändern. Es macht aber einen großen Unterschied, was und wie man denkt! Schließlich hat immer alles auch eine Chancen! So kann man oft viel mehr erreichen, als man vorher denkt! Wenn ich positiv denke, ist da Raum, um etwas zu bewirken!“

Eine Frau joggt am Strand, sie trägt ein Beinprothese

Mehr zu den Produkten und Sportlösungen von Össur gibt es hier: https://www.ossur.com/de-de/prothetik/prothetikloesungen/sport-solutions 

Elke auf Instagram: paratriathlet_elke_vanengelen

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